SARDINIEN NORDEN UND KORSICA

Sardinien, wegen seiner Form, welche an einen Fuß erinnert, in der Antike Sandaliotis genannt, ist eine der ältesten Inseln des westlichen Mittelmeerbeckens. Man vermutet, dass sie sich durch die Verschmelzung von Bruchstücken eines Kontinents aus Urzeiten gebildet habe.



Die Insel ist ein außergewöhnliches Zusammenspiel an Formen, Kulturen und geschichtlicher Vielfältigkeit, bedingt durch die Tatsache, dass sie seit Menschengedenken den Berührungspunkt der verschiedenen Völker, welche sie kolonisierten, darstellt. Im Norden, zwischen, Alghero und Olbia, ist die Insel von einer Reihe sich abwechselnder, überwiegend felsiger Buchten und Strände geprägt. Eine phantastische Reise entlang der zerklüfteten Nordküsten Sardiniens, in welcher die Natur durch eine Bevölkerung, die ihre Wurzeln in den Kulturen der ersten Völker des Mittelmeerraumes trägt, geformt wurde. Vor dem Städtchen Palau liegend, ist der Archipel der Maddalena ein unbestrittener Anziehungspunkt von außergewöhnlicher Schönheit. Vom höchsten Punkt des Archipels, Guardia Vecchia, genießt man einen unglaublichen Ausblick über den ganzen Archipel bis hin nach Korsika.

Ausgangshäfen: Poltu Quatu 42°53’065N, 010°46’370E
   Anreise:
      Flugzeug bis Olbia Costa Smeralda airport, 50 min. by bus or car
      Std. Auto ferryboat to Olbia or Golfo Aranci and 50’ car
Entfernungen von der Hauptinsel
   Caprera (Porto Palma) mg. 3
   Maddalena (Cala Gavetta) mg. 6
   Bonifacio (Harbour) mg. 19
   S.Teresa di Gallura (Harbour) mg. 16
   Asinara (Rada della Reale) mg. 60

ARCHIPELAGO OF MADDALENAIm engen Kanal der Bocche di Bonifacio, welcher Sardinien und Korsika trennt, befindet sich der Archipel der Maddalena welcher mit seinen unzähligen Inseln als wahres Kunstwerk der Natur gilt. Im Osten liegen Santo Stefano, La Maddalena, Caprera, Monaci, Sperduti di Caprera, Pecora, Porco, Delle Bisce, Chiesa, Della Paura, Cappuccini, während im Westen Spargi, Budelli, Razzoli, Santa Maria, Spargiotto, Spargiottello, Barrettini, Barrettinelli, Corcelli, La Presa, Paduleddi zu finden sind. Der Archipel ist vorwiegend aus Granitgestein gebildet, welcher durch den Einfluss der Witterungen zu phantastischen Skulpturen geformt wird.

Diese Felsen, die „tafoni“ genannt werden, erhalten ihre Form durch einen von innen nach außen wirkenden Verwitterungsprozess. Das Phänomen ist nahezu überall im Archipel zu finden. Sehenswert ist das Exemplar von Capo d’Orso an der Küste, in der Nähe von Palau.

MADDALENA An der Südküste dieser Insel, welche die größte des Archipels ist, erstreckt sich die Stadt La Maddalena. Im Westen von der Halbinsel Punta Tegge und im Osten von der großzügigen Cala Camicia und Punta Moneta eingegrenzt, befindet sich in nur fünfhundert m Entfernung die Insel Santo Stefano. Längs der Küsten, die ihre ungezähmte Natur bewahren konnten, stößt man unversehens immer wieder auf wunderschöne Strände, welche den Blick auf ein Meer von unglaublicher Schönheit freigeben. Richtung Norden finden wir die Buchten Spalmatore und Porto Massimo, mit der Halbinsel Martinetto, die den nördlichsten Punkt der Insel darstellt. Richtung Südwesten weitersegelnd, stößt man auf den Golf von Monti di Ren, in welchem heftige Winde das Granitgestein zu feinem Sand mahlen und zu hohen Dünen auftürmen.

Das gleiche Phänomen trifft man auch weiter südlich, nach Punta Abbatoggia und im Gebiet der Spiaggia Bassa und Trinita. Der Küste folgend treffen wir auf das Massiv Guardia Majore, welches steil ins Meer abstürzt, Cala d’Inferno mit seinen zerklüfteten Klippen und weiter Richtung Süden Punta Testiccioli. Dieses ist das unnahbarste Gebiet der ganzen Insel, in welchem die gewaltige Brandung und der heftige Westwind ihre Zeichen hinterlassen. Guter Schutz bietet die Bucht Cala Francese etwas weiter südlich die man an ihrem Granit-Steinbruch erkennen kann.

CAPRERA Trotz ihres kleineren Umfangs, besitzt die Insel eine längere Küste (45,5 Km) als La Maddalena, was durch die lange Halbinsel bedingt ist , welche sich bis Punta Rossa erstreckt. (seit 1887 Base der Marina Militare) Die äußerste Südküste von Caprera ist ausgeprägt durch eine sanfte Beugung des Meeres, in der sich der wunderbare Hafen Porto Palma befindet. Nahezu die ganze Ost-und Nordküste der Insel besteht aus unwegsamen, steil zum Meer abfallenden Klippen, welche Teil des Massivs von Monte Teialone sind und durch ihre wilde Schönheit einen unvergesslichen Eindruck schaffen.

ASINARA Die Insel Asinara befindet sich im Nordosten Sardiniens und erstreckt sich über ein Gebiet von 5.200 ha. Sie besitzt eine Meeresoberfläche von 21.000 ha und die Küste hat eine Länge von 110 Km. Sie ist Staatseigentum und gehört zur Gemeinde von Porto Torres. Ihre Länge beträgt 17.5 Km und die Breite 6.14 Km. Der Westen der Insel ist durch zerklüftete Klippen und Steilhänge geprägt, während sich die Ostseite durch kleine Strände mit grobem Sand aus Granitgestein und großzügigen Buchten auszeichnet. Nicht nur für ihr einmaliges Landschaftsbild und eine außergewöhnliche Schönheit der Natur berühmt, sondern auch wegen ihrer besonders vielfältigen Fauna, beherbergt die Insel zahlreiche seltene Tierarten, von denen einige bereits vom aussterben bedroht sind.

CORSICADer Süden Korsikas ist von Sardinien durch die legendären, wenige Meilen breiten Bocche di Bonifacio getrennt. Die Küste, umgeben von einem kristallklaren Wasser, die gewaltigen Granitblöcke, die ausgedehnten Wälder, die Hochebenen und die weißen Kalkfelsen, zeichnen dieses Gebiet als eines der schönsten der ganzen Insel aus.

Die Stadt Bonifacio mit ihrem mediterranen Flair und ihren antiken Stadtteilen, welche sich von den weißen Klippen erhebt, begrenzt den äußersten Süden der Insel. Der tiefe Einschnitt, welcher die Stadt vom Festland abzutrennen scheint, beherbergt den Hafen. Bonifacio ist durch ihre besonderen Charakteristiken Zentrum des mondänen Lebens der Insel und stellt ein beliebtes Ziel des Tourismus dar. Portovecchio, (einst zu Genua gehörend) ist in der Nähe einiger berühmter Strände und den Inseln Lavezzi und Cavallo.

Temperaturen
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Winde
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RichtungEEEEEEEEW